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Konzerte
SixNationState @ Kamp 08.02.2008 | SixNationState @ Kamp 08.02.2008 |
| Samstag, 9. Februar 2008 | |
![]() Leer ist das Kamp, vielleicht hätte das Konzert von SixNationState doch lieber im Keller stattfinden sollen, aber nach und nach kommen doch noch ein paar Gäste und als die Lichter ausgehen, sind immerhin so 40 - 50 Besucher da. Den Anfang machen aber Five!Fast!!Hits!!! aus München, die von diversen Musikzeitschriften so hochgelobt werden, dass ich gespannt bin, was mich erwarten wird. Enttäuscht werde ich auf keinen Fall. Rock'n'Roll von der ersten bis zur letzten Minute. Sie selbst beschreiben ihre Musik übrigens als "The Jam with singer Johnny Cash admixed with a baby-tiger playing Beatles songs." Äh ja. Ja, doch, das passt schon. Niemals langweilig auf jeden Fall. Und dennoch eingängig und mit hohem Wiedererkennungsfaktor Und zum Glück spielen sie auch mehr als nur fünf schnelle Hits. Immerhin haben sie aber auch schon ein Album auf dem Markt, mit dem Titel "brothers from different mothers". Und wenn man sie sich so ansieht, dann könnte man meinen, dass sie das wirklich sind. Irgendwie kann man sich nicht vorstellen, dass diese vier Musiker sich jemals irgendwann und irgendwo getroffen haben. Der Gitarrist sieht aus, als wäre er direkt aus dem Göteborg der 60er Jahre, der Sänger ist eine typischer "The"-Band-Vertretere, mit Röhrenjeans und Hosenträgern. Und der Bassist eher so der Chillout-Lounge Typ. Vermutlich kennen die sich noch aus der Schulzeit :) ![]() Die Umbaupause nutze ich, um das Album zu kaufen und dann geht es auch recht schnell weiter mit SixNationState, die erst mal alle auffordern, weiter nach vorne zu kommen, was die Bielefelder (die Band erkennt übrigens sehr gut, dass Bielefeld nicht Springfield ist) überraschenderweise sofort in die Tat umsetzen. Nichts ist mehr zu spüren von der Ostwestfälischen Zurückhaltung, im Gegenteil, in den ersten Reihen wird jetzt kräftig das Tanzbein geschwungen. Platz genug ist ja da. Eine Mischung aus Rock, Ska und Reggae wird uns präsentiert, sie selbst nennen das "Gypsy Punk" und wenn ich zuvor schon dachte, der Gitarrist der Five!Fast!!Hits!!! würde sich verausgaben, dann bin ich jetzt erst recht begeistert. Bei nahezu jedem Lied ist die komplette Band (bis auf den Drummer) in Bewegung und ich schätze, dass die ungefähr 8000 Kalorien verbrannt haben. Drei Gitarren, ein Bass, vier Stimmen, ein Drumset, Schellenkränze und - das neue Trendinstrument - zwei Melodikas bringen das Kamp zum Kochen und man könnte zumindest im vorderen Bereich glauben, dass bedeutend mehr als 50 Leute im Publikum stehen. Die Band schafft es sogar, das Publikum zum Anzählen und Mitsingen zu motivieren, das klappt und das Konzert ist viel zu schnell und leider ohne eine Zugabe zuende. Beide Bands haben übrigens jeweils ein Stück mit der anderen Band gemeinsam gespielt, so dass zwei Mal alle Mann auf der Bühne waren und sich dort drängten. Die haben sicherlich eine Menge Spaß bei der Tour, heute spielen sie im Hamburger Molotow und ich würde glatt noch mal hingehen, wenn Hamburg nicht so weit weg wäre. Beide Bands zeigen sich dann noch sehr publikumsnah, stehen am Merchandising-Stand, signieren gerne für die, die möchten und posieren sogar noch eine Weile für Fotos.
Ein rundum gelungener Abend, ein wunderbarer Wochenend-Auftakt und ich habe zwei neue Wunschbands fürs kommende Haldern Pop-Festival. |
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