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Popsecret Interview: Shout Out Louds Teil 1
Geschrieben von Bernd   
Mittwoch, 20. Februar 2008

 

Anlässlich ihres Konzerts im Forum, Bielefeld sprachen unsere Aussenreporter Dent und Little James mit den Shout Out Louds (Bebban+Eric).

-Wenn ihr zurückdenkt an den Beginn eurer Bandkarriere: War es je ein Thema, Songs in eurer schwedischen Heimatsprache herauszubringen, oder war Englisch die erste Wahl?

Bebban: Adam war sich von vornherein darüber im Klaren, englisch zu singen. Radio, Fernsehen, Kino fast alles in Schweden läuft in Englisch von daher war es normal, diesen englischsprachigen Einfluss aufzunehmen und selbst mit englischen Texten zu arbeiten.
Klar, es gibt eine Menge schwedischsprachiger Musik, aber bei Adam war es eben die musikalische Sozialisation mit Bands wie den Beach Boys, die ihn direkt zur englischen Sprache führte.


-Wird es in Zukunft Songs in Schwedisch geben?

Eric: Naja, ich schreibe bei uns die Songs zwar nicht, glaube jedoch, dass Songs in schwedischer Sprache schwieriger zu schreiben sind. Warum auch immer.

Bebban: Es würde doch als ziemlich exotisch angesehen, von daher sind wir nicht so scharf darauf. Mal sehen, vielleicht mal eine B-Seite oder sowas.



Momentan sind schwedische Band ungeheuer erfolgreich im Ausland, speziell in den USA. Viele schwedische Bands sind dort grade auf dem Sprung, beispielsweise die Mary Onettes.
Ihr habt gleich zu Anfang eurer Kariere einen formidablen Plattenvertrag mit Capitol Records USA an Land gezogen. Wie habt ihr das gemacht?

Bebban: Die Möglichkeiten des Internet haben uns damals viel geholfen.
Bevor wir noch grossartig in Schweden Liveshows gespielt hatten und noch vor der Veröffentlichung der ersten EP, hatten wir über das Netz schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.
DJs in den USA stießen durch das Internet auf unsere Musik und spielten uns. So verbreitete sich das immer weiter, schliesslich lud uns ein Promoter nach LA ein. Das war ein echter Fan unserer Musik, praktischerweise hat Capitol sein Hauptquartier in LA. Naja, so kam es dann zu dem Deal bei Capitol.

Eric: Vorher sind wir allerdings schon ein paarmal für Gigs nach New York geflogen - auf eigene Kosten allerdings.

Bebban: Das stimmt, die gesammten Erlöse unserer Skandinavien Tour haben wir damals in die Reise nach New York gesteckt. Wir wollten dort spielen. Aber das war schon wahnsinnig teuer für uns als kleine, unbekannte Band, immer die Flüge für 5 Leute hin-und zurück zu finanzieren. Ohne den Plattenvertrag hätten wir uns das auf Dauer nicht leisten können.

-Als dann der Erfolg kam, ging es auf die erste US-Tour. Hiess es da nur: Ostküste oder Westküste? Oder seid ihr durch das ganze Land getourt?

Eric: 2005 kam das Album (Howl Howl Gaff Gaff) in den USA heraus. Capitol wollte uns jede Menge touren lassen, also sind wir allein in dem Jahr 4 mal auf US-Tour gegangen.
Erst als Support, dann eine eigene Headliner Tour.

 

-Wie sieht es mit Japan aus? Wie ist es euch dort ergangen?

Bebban:Wir hatten schon viele Geschichten von anderen Bands über Japan gehört. Mando Diao und Peter Bjorn & John hatten uns gesagt: Die lassen dich nie in Ruhe, tragen dir all deine Sachen hinterher, sind total ausgeflippt und so weiter.
Naja, wir waren nur für eine Woche dort und ehrlich gesagt war das echt harte Arbeit für uns. Alles nicht ganz so locker und entspannt, allerdings auch verdammt interessant.
Wir wollten ja auch unbedingt mal dorthin, Japan ist halt ein vollkommen andersartiges Land.
Es war jedenfalls nicht so, wie man es nach den Beschreibungen anderer erwarten konnte. Ich würde sagen, Japan ist so ein Land, in dem man einfach seine eigenen Erfahrungen machen muss. Man hat das Gefühl, jederzeit kann allesmögliche passieren. Ich würde jedem empfehlen, mal hinzufliegen. Ausserdem gibt es da diese leckeren exotischen Früchte, Gingkos zum Beispiel. Sollen gut für’s Gehirn sein, aber wenn man zuviel davon isst, stirbt man. (lachen beide)

 

 
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