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The Dark Knight Filmkritik
Geschrieben von Bernd   
Montag, 4. August 2008

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Alter Ego /Foto:MIt freundlicher Genehmigung der Warner Bros.Pictures Germany


The Dark Knight  
(Spoilerfreie Kritik) von Mr. Zero

Tim Burton’s "Batman" ist die ultimative Comic-Book Verfilmung.
Zumindest dachte der gemeine Comicaffine Filmfan damals im Jahre 1989 so.
Mehr konnte doch eigentlich gar nicht möglich sein.

Fast 20 Jahre später hat sich in der Filmwelt viel getan in Sachen Comic Adaption. Man ist inzwischen qualitativ weit gekommen in diesem Genre. So weit, daß man Dark Knight nicht mehr nur als reine Comic Verfilmung beurteilen sollte. Die oftgehörte geringschätzige Einschränkung "...für eine Comic Verfilmung ist der Film ganz gut." kann man sich folglich getrost schenken. Nein, der neue Batman Film von Christopher Nolan ist einfach ein verdammt guter Film. Punkt.
Und als Comic Verfilmung sogar spektakulär.

In einem Sommer voller sehr solider bis guter Filme bekommen wir mit Dark Knight zum Ausklang der Saison noch einmal ein kleines Wunder serviert.

Gegenspieler / Foto: Mit freundlicher Genehmigung der Warner Bros. Pictures Germany


Eine Fortsetzung, die den Vorgänger in allen Bereichen schlägt und trotzdem eine konsequente Weiterentwicklung aller Themen des ersten Teils ist. Einen "Comic-"Film, der sich und das Publikum ernst nimmt und sich nicht auf "Fantasy" rausredet. Einen 2,5 Stunden Film mit kaum einem Gramm Fett zu viel, mit genug Story und Wendungen für 2 Filme.

The Dark Knight besitzt erstklassige Darsteller bis in die kleinsten Rollen. Besondere hervorzuheben ist Heath Ledger, dessen Darstellung des Joker wahrlich alle Lorbeeren verdient, die er im Moment (posthum) bekommt.
Der Film hat eine erstklassige Story, die das Publikum nicht unterschätzt und die auch in einem klassischen Gangsterfilm funktionieren würde.
Dazu bekommt der Zuschauer den bisher realistischsten Leinwand-Batman zu sehen.

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Eindringlich: Der Joker/Foto:Mit freundlicher Genehmigung von Warner Bros. Pictures Germany


Als Batman Fan hat man ja so seine Lieblings Epoche aus den Comics.
Bitte beachten: In Batman’s 70-jähiger(!) Comichistorie gab es mindestens so viele grundverschiedene Inkarnationen, wie es Batman-Kinofilme gibt. Der "alberne" Adam West-Batman ist in den Comics ebenso zu finden, wie der dunklere Burton- oder der bunte Schuhmacher-Batman. Das jeweils neueste Kinoabenteuer des Fledermausmanns kann natürlich nie zu einhundertprozent diese individuell verschiedenen Fan-Erwartungen in Punkto „Lieblings Comic Batman“ erfüllen.

Für mich hat Nolan genau die richtige Mischung hinbekommen aus einem eigenen modernisierten Batman und dem „klassischen“ Batman (die Neil Adams Ära). Und dies gelang ihm nicht nur bei der Figur des Batman. Polizeichef James Gordon wird von Gary Oldman meisterhaft dargestellt und hat eine viel größere und wichtigere Rolle als im letzten Film.
Harvey Dent, Lucius Fox, Rachel Daws sind allesamt ebenfalls überzeugend.
Die(!) Gegner sind perfekt umgesetzt. Speziell der Joker zeigt sich in einer in den Comics so noch nicht gesehenen frischen Variante.

Ein weiteres Traumpaar / Foto:Mit freundlicher Genehmigung von Warner Bros. Pictures Germany


Der Joker verkörpert im Film das Chaos, während Batman versucht, Kontrolle nach Gotham zu bringen. Dabei bedient sich Batman stets der Elemente wie Furcht, Einschüchterung und Manipulation. Aber wie bekämpft man einen Gegner, der keine Angst, allerdings auch keine klare Agenda hat? Einen Gegner, der sich nicht durch Geld oder Macht manipulieren lässt? Jemanden  der auf reine Anarchie aus ist und dabei auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt?
Und letztlich: wie weit darf jemand in seinem Kampf gegen das Böse gehen, bevor er selbst zum Bösen wird? Dies ist die zentrale Frage, mit der sich der Film beschäftigt.
Damit ist Nolan’s Batman nun sehr deutlich ein Produkt unserer Zeit, Irak/Afghanistan lassen grüßen.    

Allen Batman Fans sei geraten, sich von Spoiler Beiträgen zu The Dark Knight fernzuhalten, um den Film „frisch“ genießen zu können.Dies ist allerdings heutzutage  extrem schwierig geworden. Der Verleih (Warner) muss sich definitiv fragen lassen, warum sie The Dark Knight in Deutschland  erst vier Wochen nach allen (Nachbar-)Ländern starten lässt. Vier Wochen sind in Zeiten der Webinfo-Flut eine sehr lange Zeit.

Zumal man hierzulande gern auch mal eher skeptisch reagiert, wenn ein Film so dermaßen erfolgreich wird und dazu auch noch gute Kritiken bekommt.
Also haltet eure Erwartungen realistisch, aber seid offen für die Kino-Wucht des Dark Knight.
(Kinostart: 21.08.2008)

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Warner Bros. Pictures Germany

 
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