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Konzerte
Death Cab For Cutie+Frightened Rabbit@Ringlokschuppen Bielefeld, 24.11.08 | Death Cab For Cutie+Frightened Rabbit@Ringlokschuppen Bielefeld, 24.11.08 |
| Geschrieben von Bernd | |
| Donnerstag, 27. November 2008 | |
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Sind sie der Inbegriff des amerikanischen Indie-Pop? Wie erklärt sich dann der weit über den Indie-Horizont hinausgehende Erfolg der Band aus dem US Staat Washington? Nun, Death Cab For Cutie hatten durchaus prominente Unterstützer. Betrachtet man dann rein nüchtern und objektiv die Perfomrance der ersten 4-5 Songs ihres Sets, so machen Death Cab den Eindruck einer vollkommen unspektakulären Indie Combo. Selbst ein Band-Klassiker wie The New Year kommt fast schon spröde daher. Was sich durchaus auch in der Bühnendeko widerspiegelt. Auf einem den gesamten Bühnenhintergrund einnehmenden Stoffbanner sind ausschliesslich verwaschene Farbmuster zu sehen. Keine leuchtenden Farben jedenfalls. Eher trist und unglamourös. Und dann noch die Sache mit der Publikumsresonanz. Vor einigen Jahren spielten sie noch in einem (fast) ausverkauften Bielefelder Kamp. An diesem Abend geht ein bisschen mehr, aber es reicht eben nur für die mittlere Halle im Ringlokschuppen (wohlwollend ca. 700 Besucher). Man müsste zudem lügen, würde man sagen : „Es wurde gekreischt wie am Roten Teppich bei den Oscars“. Alles dem Montag-Abend-Blues geschuldet? Jedenfalls kommt zunächst keine rechte Stimmung in der an sich durchaus Live-tauglichen Halle auf. Und dann: 5 Songs sind gespielt, plötzlich bricht etwas auf, die Band zeigt ihr verstecktes Pfauenrad. I Will Possess Your Heart kommt mit seiner 8minütigen Wucht wie eine perfekte Melange aus feinsten Popmelodien und Gitarren-Feedbacklärm ala Neil Young daher. Ausufernde Gitarrensoli hat man im Frühwerk der Seattle-Band eher nicht gehört. Durchaus eine Bereicherung. Nun kommt Farbe ins Spiel: Ben Gibbard setzt sich ans E-Piano, die eingestreuten Balladen kontrastieren mit den Uptemponummern. Durchgängig macht die Rhythmussektion an diesem Abend einen extrem präzisen Eindruck, Bass und Schlagzeug sind genau auf den Punkt eingespielt. Sicher, reine Popsongs sind nicht die Sache von Death Cab. Sänger Ben Gibbard hat (unter Mithilfe von Todes Taxi-Kollegen Chris Walla) den Pophimmel allerdings bereits brillant erkundet mit seinem elektronisch angehauchten Projekt The Postal Service. (Die US-Indie Band Rogue Wave vom Sub Pop Label nenne ich hier beispielhaft ebenfalls). Nettes Detail am Rande: Ben Gibbard ist dank einer deutlichen „Entschlackung“ fast nicht wiederzuerkennen, mittlerweile gemahnt er optisch eher an einen jungen Jim Carey. Doch noch ein Hauch von Hollywood Glamour also. Fazit: Death Cab sind eine großartige Indie Band, vielleicht nicht gleich auf den 1.Blick/Hördurchgang. Die Schönheit der 2.Chance eben. |
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