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Madsen @ Ringlokschuppen Bielefeld, 11.01.2009
Geschrieben von Little James   
Mittwoch, 14. Januar 2009

Konfetti Im Herzen
 

"Kein Weg zu weit". Unter diesem Tour-Motto zieht die Band Madsen derzeit durch die Lande und machte dabei auch Halt in Bielefeld. Zwar wurde das Konzert zunächst aus gesundheitlichen Gründen verschoben, aber am 11. Januar standen die drei Brüder Madsen und ihre zwei Mitstreiter dann endlich auf der Bühne des Bielefelder Ringlokschuppen.

Sänger Sebastian Madsen ließ es sich sogar nicht nehmen, den Support des Abends persönlich anzukündigen. Bosse stimmten das Publikum perfekt auf das ein, was noch kommen sollte. Leider aber nur für ungefähr eine halbe Stunde. Gespielt wurden Stücke der neuen EP "Taxi", aber auch ältere Stücke, wie zum Beispiel die Single "Kraft". Gleichzeitig nutzte Frontmann Axel Bosse die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass er am 7. März erneut in Bielefeld spielen wird. Dann kann man hoffen, dass er an dem Termin länger und mehr spielen wird.

Madsen sind für mich ein Phänomen. Denn obwohl die Musik eher schlicht gehalten ist und es sicherlich Bands mit ausgereifteren Texten gibt, rocken sie die Halle von vorne bis hinten. Und zwar gewaltig. Vielleicht ist es aber auch genau das, denn jedes Lied ist eingängig und geht sofort in Ohr und Beine. Man kann immer mitsingen und -springen. Und genau das tut das Bielefelder Publikum und gibt sich sowieso ganz und gar unostwestfälisch.

Madsen sind einfach ansteckend laut und wild. Und echte Poser. So ein kleines bisschen einstudiert wirkt ihre Bühnenperformance nämlich schon. Am Ende eines jeden Liedes muss auf jeden Fall die Faust in die Luft gereckt werden. Und am Anfang am Besten auch schon mal. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Zudem wird das Konzert immer wieder aufgelockert, denn Madsen haben sich einiges einfallen lassen. Zum Beispiel den Einsatz einer Konfetti-Kanone oder eine Coverversion von "Do you love me?" aus dem Dirty-Dancing-Soundtrack.

Was besonders positiv auffällt: bei nahezu jedem Stück, egal, ob vom aktuellen Album "Frieden im Krieg" oder von den beiden älteren Werken, hat man das Gefühl, es sei das letzte gespielte an diesem Abend. Denn immer geben Madsen alles, so als würde eben dieses Stück den fulminanten Höhepunkt darstellen. So wird es nicht eine Sekunde langweilig. Madsen hat uns alle fest in der Hand. So wird selbstverständlich auch eine Zugabe nach dem ofiziellen Set gefordert, die wir auch bekommen. Erst nach dem Hit "Nachtbaden" ist es dann endgültig zuende. 

Was bleibt? Gute Laune und ein Rauschen im Ohr. Und das war es allemal Wert. 

Bosse

 
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