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The Kooks 03.06.2009 Ringlokschuppen Bielefeld
Geschrieben von Bernd   
Donnerstag, 4. Juni 2009
Jetzt Neu Mit Ohne Carlos Puyol Frisur: Luke Pritchard

Mit dem Durchschnitt ist es immer so eine Sache. Man bekommt nicht wirklich etwas Grandioses, eher regiert das Mittelmaß.

Fangen wir mal vorn an. Und zwar ganz vorne: Erste Reihe Ringlokschuppen: Glatthaar-Mädchen im besten Backfischalter (die Emo-Fraktion ist an diesem Abend abwesend und bereits unter der rotschwarzen Bettwäsche in die Traumwelt eingetaucht) bevölkern die begehrten Polepositionplätze im ausverkauften Ringlokschuppen.

Bereits die Mainzer Vorband Auletta trifft auf extrem viel Gegenliebe beim sehr jungem Publikum.
Musikalisch machen die mit ihrem Vortrag aus aktuellem Indie-Gitarrenrock ala The Strokes mit deutschsprachigem Gesang nichts verkehrt.
Großes Kreischen und ein allgemeiner Euphoriewettbewerb bricht dann aus beim Bühne-Entern der vier Jungs von The Kooks.
Zunächst einmal ist es bemerkenswert, dass eine Band des Kalibers The Kooks einen exklusiven Clubgig  in Bielefeld spielt. Sehr erfreulich, so mussten die zahlreichen Eltern vor der Halle ihre Lieben nicht etwa bin ins wunderschöne Köln kutschieren, man konnte sich mit einem kleinen Abstecher ans Stadtholz begnügen.

Kooks Mädchen (Standort 1.Reihe) (co M.Querheim/In4Media)
    
 
Bekommt man das Gesamtwerk der Kooks in anderthalbstündiger Konzertkomprimierung entgegengebracht, kann einen durchaus das eingangs erwähnte Gefühl der Durchschnittlichkeit beschleichen.
Anhand zwei ihrer grössten Hits „Always Where I Want To Be“ und „She Moves In Her Own Way“ wird das Dilemma deutlich. Extrem eingängige Gitarrrenmusik spielen die Jungs - und zwar die schnörkellose Variante, weitgehend ohne Keyboards auskommend mit viel "Sha-La-Lala". Extrem eingängig zwar, aber leider auch extrem austauschbar. Oft fragt man sich: In welchem Song sind die grade? Ist es noch Hit Nummer Eins oder schon die Nachfolgesingle?

Wenn eine persönliche Bemerkung gestattet ist: der einzige Kooks Song,der sich in meinem Gehirn festgezurrt hat, ist gar nicht von den Kooks. Ihre Version von MGMT’s „Kids“ ist auf Dauerrotation in meinem Frontallappen.

Positiv wollen wir festhalten: Nehmen wir The Kooks an als Gegenprogramm für Killerpilze, Tokyo Hotel etc. Das kann für den Musikgeschmack einer sehr jungen Generation nicht verkehrt sein.


Die Blaue Phase Des Herren Pritchard/c=Maik Quernheim/In4Media
 

 
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