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| 21.01.2011 Pelle Carlberg+Band Live @ Bunker Ulmenwall, Bielefeld |
| Geschrieben von Bernd | |
| Dienstag, 30. November 2010 | |
![]() "Live From A Northern Town" brachte euch bereits The Mary Onettes und Piroth nach Bielefeld in den Bunker. Beide Veranstaltungen waren nahezu ausverkauft. Dafür nocheinmal vielen Dank an alle Beteiligten. Nun folgt der nächste Streich. Pelle Carlberg kommt mitsamt seiner Band, um Bielefeld zu beglücken. Pelle veröffentlicht genau wie die Mary Onettes auf dem legendären schwedischen Label "Labrador Records".Freut euch auf einen Entertainer vor dem Herren, auf verdammt intelligente Texte, catchy Melodien prima Anekdoten. Fragt auch mal bei euren Freunden in Hamburg, Berlin etc. nach. Dort ist Pelle schon ein Muss.
![]() Die Lösung für all diese Probleme war der Hinweis eines Freundes, der von einer ehemaligen Kirche auf der kleinen Insel Gotland erzählte, die schon vor einiger Zeit als Wohnhaus ausgebaut worden war. Pelle dachte nicht lange nach und floh Anfang 2008 mit samt seiner Groß-Familie für einige Monate aus der Hipness und Urbanität Stockholms auf das Eiland. Frisch gestärkt vom Landleben schrieb und komponierte Mr. Carlberg hier sein 3. Solo-Werk „The Lilac Time“ und verarbeitete all seine Krisenherde des letzten Jahres. Es verwundert also kaum, dass auf den ersten Blick das dritte Album als sein bisher persönlichster Entwurf gilt. Texte über sein Musikerdasein, seine Ehe und sein Alter stehen neben Songs über Tierfreunde, Facebook User, Ryan Air und PC. Hier ist ein Werk entstanden, das wahre Meisterschaft vermittelt und in dem Sophistication nicht nur bloßen (Erfolgs)-Formel mutiert. Nicht jeder Song springt einen gleich so unvermittelt und direkt an, wie die Indieclub -Hymnen auf "In The Nutshell“. Dafür sorgt Pelle Carlberg, diesmal mit neuer Mannschaft (Hendrik –the band- Nilsson ist jetzt festes Mitglied bei Moneybrother), auch hier wieder für eine Menge Ohrwürmer und potentielle neue Lieblingssongs. Wunderschöne Melodienbögen wie „1983“, „Nicknames“ (dem Duett mit Karolina Komstedt of Club 8 fame) oder „Metal To Metal“ wechseln sich ab mit zufassenden Gitarren („51,3“) und bittersüßen Wortspielen („Tired Of Being PC“). Und trotz all dieser persönlichen Betrachtungen von Existenz, Liebe und menschlicher Schwächen wirkt „The Lilac Time“ nie schwerfällig, konstruiert oder pessimistisch-polemisch. Pelle hat auch in Zeiten wie diesen, wo keiner mehr Platten kauft, Labels reihenweise Konkurs anmelden und tolle Acts für eine warme Mahlzeit spielen müssen, seinen ganz eigenen melancholischen Humor und seine entwaffnende Freundlichkeit bewahrt. Das er fast nebenbei immer wieder die schönsten Popsongs ever schreibt und unzählige Hits aus dem Ärmel schüttelt, braucht man wohl längst nicht mehr zu erwähnen. ![]() |
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