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Konzerte
Flowerpornoes im Kamp - ein Konzertbericht | Flowerpornoes im Kamp - ein Konzertbericht |
| Geschrieben von Little James | |
| Mittwoch, 25. April 2007 | |
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Um dieses Konzert gratis sehen zu können, hatte ich versprochen, einen Bericht zu schreiben…was habe ich mir da bloß eingebrockt? (Gedanken einer Little James)
Rauchfrei im Kamp-OP "Guten Abend, wir sind freundlich!“ Mit diesen Worten begrüßt uns Tom Liwa gegen 21:30 Uhr im Bielefelder Kamp. Tournee-Auftakt der Flowerpornoes und wir gehen hin. Ich war zuvor noch nie auf einem Flowerpornoes-Konzert, hatte aber einiges Gutes gehört und die paar Lieder, die ich kenne, gefallen mir auch sehr. Erste Besonderheit: "Die Flowerpornoes wünschen sich ein rauchfreies Konzert" und die Bielefelder halten sich daran. Interessantes Experiment. Natürlich bringt so etwas einige Konzertbesucher dazu, nach ihrer Rauchpause nicht unbedingt wieder zurück zu kehren. Aber vielleicht hatte das doch auch noch andere Gründe... Die Band betritt die Bühne und man kann dem Publikum förmlich die Fragezeichen aus den Köpfen wachsen sehen. Das Bühnenoutfit besteht aus grünen "Emergency Room"-OP-Kitteln. Tom Liwa ist barfuß, der Rest trägt Jesuslatschen. Und nicht zu vergessen, die Narrenkappe (passiert das, wenn niemand in der Band eine Hand für den Schellenkranz frei hat?) und die Blumenkette. Die kann man übrigens auch schön als Haarband tragen. Lustloser Agro'n Roll Musikalisch kann man über das Konzert nicht meckern, auch wenn es sehr schlecht abgemischt ist und man zeitweise den Gesang über der Gitarre kaum verstehen kann. Das ist schade, denn Tom Liwa singt vom Leben, von Schmerz und von der Liebe. Es ist also nicht unbedingt die Musik, sondern eher das ganze Drumherum, das die Zuschauer irritiert und einige zum früheren Aufbruch nach Hause bewegt. Das ganze Set wirkt ein bisschen lieblos heruntergespielt, das Publikum wird fast gar nicht mit einbezogen. Aber dafür wird zwischenzeitlich der Ton-Mischer angenölt. Und zwar nicht zu knapp. Vielleicht ist das noch nicht Rock'n'Roll genug, denn auch ein auf der Bühne stehender Stuhl soll zertrümmert werden – vergeblich. Das Kamp-Mobiliar ist offensichtlich kampferprobt und Wertarbeit. Alles in Allem ein eher aggressiver Auftritt, der verwirrt und verstört. "Guten Abend, wir sind freundlich" ist nicht gerade der passenste Satz dazu. Die sechs Leute, mit denen ich gesprochen habe, waren sich jedenfalls einig: das hätte nicht sein müssen! Schade. lj, 25.04.2007
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