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Friska Viljor in Osnabrück |
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Montag, 4. Juni 2007 |
Oder: Achtung, die Schweden kommen...
Als Support von eagle*seagull konnten sie uns überzeugen: Friska Viljor aus Schweden. Die fünf Herren, mit denen man sicherlich auch hervorragend um die Häuser ziehen kann und die traditionelle nordschwedische/finnische Musik mit schwedischem Britpop kombinieren. FV ist nebenbei bemerkt der Beweis dafür, dass Liebeskummer in seltenen Fällen doch nützlich sein kann. Beide frisch getrennt und nach einigen durchzechten Nächten, kamen die Freunde Daniel und Joakim auf die Idee, eine Band zu gründen.
Als die Nachricht kam, dass Friska Viljor in Osnabrück spielen, lud ich das MellowGirl in meinen Indie-Corsa und schon konnte es losgehen zur Kleinen Freiheit. Ein Club, den wir gerne mit eingepackt hätten. Einlass über einen alten amerikanischen Schulbus; gezahlt wird vorne beim "Fahrer" und über die hintere Tür gelangt man wieder raus und in eine kleine Beach-Zone. Sand, Strandkörbe, Bänke, Palmen und eine Strandbar. Super. Doch die Begeisterung konnte noch gesteigert werden als wir die Kleine Freiheit betraten. Der kleine Club ist mit wunderbarstem Trash eingerichtet. Silber Lametta-Vorhänge, rote plüschige Nachttischlampen und ein riesiges altes Sofa. Da kommen alte Chattanooga-Erinnerungen hoch.
Wir holen Getränke und dann beginnen Miyagi aus Münster. Vier junge Musiker, von denen scheinbar jeder jedes Instrument beherrscht. Und wie! Da kann/sollte sich so manche Nachwuchsband noch die ein oder andere Scheibe von abschneiden. Der Drummer zumindest kann auch Gitarre spielen und singen. Und der Sänger kann Schlagzeug spielen. Zwei Drumsets gleichzeitig. Was ein Sound. Als ich MG frage, wie sie die Musikrichtung bezeichnen würde, antwortet sie ungefähr "RockMetalPopScreamo." "EmoPunk" komplettiere ich. Da ist wirklich von allem etwas dabei. Und das alles sehr abwechslungsreich und mit einer selbstsicheren Bühnenpräsenz, die auf eine große Zukunft hoffen lässt.
Friska Viljor, und MG und ich in der ersten Reihe dabei. Die fünf Schweden wie gewohnt in schwarzen Röhrenjeans und weißem Hemd (+ Krawatte) bzw. Unterhemd. Begonnen wird wie beim Konzert in Bielefeld mit "Shotgun Sister". Anschließend folgen die Lieder des Albums "Bravo!" und noch ein neues Lied über Weihnachten. Sehr passend Ende Mai.
Zwischendurch wird uns noch erzählt, dass die Texte oftmals nur aus "lalalala" bestehen, damit der Sänger sich das leichter merken und das Publikum besser mitsingen kann. Und das tut es. Mitsingen und mittanzen. Das ganze Konzert ist eine einzige große Party. Das einzige, was jetzt noch fehlt ist eine Flasche Finlandia Wodka ;)
Nach dem regulären Set und einigen Zugaben, beenden Friska Viljor das Konzert mit "We Are Happy Now (la la la)", der fröhlichen Variante von "Shotgun Sister". Eine runde Sache, die sie hoffentlich auch dann nicht aufgeben werden, falls mal ein zweites Album erscheinen wird - was ich sehr hoffe. |