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Plattenrezensionen
Shout Out Louds-Our Ill Wills | Shout Out Louds-Our Ill Wills |
| Geschrieben von Bernd | |
| Donnerstag, 19. Juli 2007 | |
![]() Zum aktuellen Album der schwedischen Indiepop Band Shout Out Louds eine Plattenkritik von Michael Gamon (www.sparklingphotos.de ) Die Shout Out Louds sind eine schwedische Indie-Band die mit "Our Ill Wills" bereits ihr zweites Album nach dem 2003 zunächst in Schweden erschienenen Erstling "Howl Howl Gaff Gaff" vorlegt. Die Band ist einigen Festivalbesuchern sicher ein Begriff, spielte sie doch im Jahr 2006 u.a. auf so bekannten Festivals wie dem in Roskilde, auf dem Hurricane oder Southside. Zudem wurde einer ihrer Songs "Wish I Was Dead" für den Soundtrack von O.C. California ausgewählt, was dem Bekanntheitsgrad sicher auch keinen Abbruch tat. Der neue Longplayer beginnt gleich furios mit der ersten Singe "Tonight I Have To Leave It", in der Sänger Adam Olenius bereits in einem Satz benennt was thematisch von diesem Album erwartet werden kann: "I just want to be bothered with real love"! Es geht um die Suche nach der wahren Liebe und den Stadien der unerfüllten und verlorenen Liebe auf diesem langen Weg zur Erfüllung. Dabei erinnert Adam's Stimme stark an Cure-Frontmann Robert Smith, allerdings in einem schwungvolleren Ambiente, als wolle man den Briten zeigen wie deren "Wild Mood Swings" Experiment durchaus hätte gelingen können. Es geht eine unwahrscheinliche Leichtigkeit von den Songs aus die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Gelegentlich wird Adam Olenius dabei von Backgroundsängerin Bebban Stenborg unterstützt, die beim Überraschungssong "Blue Headlights" sogar den gesamten Gesangspart übernimmt und den Hörer dabei auf einen kurzen Ausflug in die swingende Folkwelt der Shout Out Louds entführt. Auch in der Folgezeit überzeugt die Band durch verträumt groovende Rhythmen die einen ständig dazu verleiten unterbewusst mitzuwippen und sich den romatischen Melodien der Nordländer hinzugeben. Ohrwurm folgt auf Ohrwurm, wobei sich gerade der Song "Time Left For Love" sofort im Gehörgang festsetzt und diesen nicht mehr verläßt. Der Song erinnert dabei im Chorus etwas an die ebenfalls aus Schweden kommenden und zu Beginn der 90er Jahre leider vollkommen unterschätzten "Popsicle". Im Anschluss an diesen Song drosseln die Shout Out Louds wieder gekonnt das Tempo mit dem akustischen "Meat Is Muder", bevor man mit dem Schlußtrack "Hard Rain" nochmal ein wahres psychedelisches Feuerwerk abfackelt und den Hörer erschöpft aber glücklich zurückläßt. Ein starkes Album dass in diesem Sommer in keiner Plattensammlung fehlen sollte!
![]() Anmerkung:
Dieses Album ist fast zeitgleich mit dem grossartigen Debüt-Album der Mary Onettes erschienen. Verwandte Seelen?Musikalisch verbindet die beiden Bands einiges: Beide kommen aus Schweden,beide tummeln sich im gleichen Musik-Gartenteich: 80s-orientierter IndiePop mit Referenzen insbesondere bei The Cure. Normandie hat diesen Close To Me Touch. Vieles erinnert auch an das The Cure Album Kiss Me Kiss Me Kiss Me. Bei den Shout Out Louds lassen sich problemlos noch viele weitere 80s Einflüsse heraushören. Die Shout Out Louds verstehen es brillant, all diese Einflüsse zu verbinden mit dem bereits auf ihrem Debütalbum gezeigten Neuzeit-Indiepop ala Belle&Sebastian und Acid House Kings, Schweden-IndieFolkpop wenn man so will. Insofern haben sie einen etwas anderen Ansatz als die Mary Onettes. Beides absolute Kaufempfehlungen, grade wenn man sieht, wie beide Alben von den etablierten Grossmedien vernachlässigt werden. Sucht im Sonnenuntergang nach Hinweisen auf: Shout Out Louds Live Im Kamp,Bielefeld 2008. Weiterhin: The Mary Onettes Live im Kamp 27.10.07 The Mary Onettes Plattenkritik
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