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Konzerte
Festivalnachlese: Orange Blossom Special 2007 | Festivalnachlese: Orange Blossom Special 2007 |
| Geschrieben von Bernd | |
| Donnerstag, 19. Juli 2007 | |
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Unsere Kleine Farm in Ostwestfalen.
![]() These Boots Are Made For... Barhocking Mit den grossen Spektakel-Rockfestivals ala Rock Am Ring oder Hurricane hat das Orange Blossom Special (OBS) aber nun mal so gar nichts gemein.Gemütlich und überschaubar geht es hier zu. Eben wie bei Unsere kleine Farm. Nur halt in Ostwestfalen(=Beverungen). Bericht von Ellen,die LIve vor Ort war:
Ich komme von einem der schönsten wochenenden des jahres! Das orange blossom festival war der wahnsinn! und ja, ich bin zu etwas geworden, was ich nie wollte: eine kamerahandyhure auf einem konzert ![]() Bunt Gemischtes Publikum Zu den bands: angefangen haben wolam, eine beverunger schülerband. Klingt vllt. popelig, waren aber richtig klasse! (http://www.myspace.com/wolam) Danach kamen the unisex aus schweden. Der nme nennt sie die beeindruckenste schwedische band seit den hives. Hmpf, ich finde die hives nicht beeindruckend, aber the unisex haben mir gefallen sie sind die woche noch auf tour in d, also wer zeit hat, sollte sie sich angucken eigentlich sollten ja grand island auftreten, die haben aber abgesagt, weil einer der jungs die woche vorher und nachher prüfungen hatte (den grund finde ich mal klasse). der „ersatz“ kam mit irving einer band, die laut programmzettel „sich zwischen westcoastsixties und raffiniertem, inspiriertem alternativ-pop“ platziert. leider habe ich davon nicht so viel gehört. ich fand sie nett, aber nicht sonderlich außergewöhnlich. ich mag es, wenn 2 stimmen zusammen singen und schön zusammen passen (deshalb liebe ich die libertines, kann aber mit den einzelnen nicht viel anfangen). jetzt mein highlight: dziuk´s küche! so ein mist vllt liegt es daran, dass ich deutscher musik immernoch nicht sooo viel abgewinnen kann, aber mal ehrlich das ego von dziuk war größer als die bühne! und eine lieder? textauszug aus dem ersten lied: „seltsam, die menschen sind seltsam, seltsam, seltsam, seltsam“ gott sei dank ging es nicht nur mir so, ein kind, dass in einem baum saß, rief, als das dritte lied angekündigt wurde: „aber bitte nicht wieder ein langsames lied“ im dritten lied sind wir dann nach hause gegangen. nee, ging gar nicht. nächster morgen, nächste tolle musik: rachelle van zanten aus kanada. großartig! hat mir sehr gut gefallen. http://www.myspace.com/rachellevanzanten ![]() Idyll unter Bäumen ok, ich gebe zu, dass ich weder al deloner noch seine alte band midnight choir vor seinem auftritt kannte, aber wow. da muss ich unbedingt mal in eine cd reinhören, dass hat mir sehr gut gefallen. als ich die erste takte seiner songs auf myspace anhörte, wurde ich da noch nicht warm mit, aber live ist es wahrhaftig „eine kathartische tour de force“ wie das programm diesen „dunklen, betörenden kammer-rock“ nennt. ![]() Wenn Die Musik Nicht So Laut Wär... die masse, noch angeheitert vom schulz, brauchte etwas zeit um den nächsten stilwechsel zu verkraften. es folgten die wunderbaren lampshade, die von vorneherein zu meinen favouriten des line-ups gehörten. hach, wie waren die beeindruckend! die zarten stimmen der sängerinnen, die melodien… das einzige, was ein wenig genervt hat, war das rock´n´roll verhalten des bassisten, was überhaupt nicht zu der musik passte. den klamotten- und gleichzeitigen stilwechsel während des auftritts habe ich nicht ganz verstanden. zu mal der wechsel auch nur einige lieder zu hören war (es wurde alles etwas schneller). mein “new legs“ haben sie auch gespielt, aber leider nicht “plakka plakka“ aber ich konnte die setlist abgreifen. ![]() Lampshade es folgte der auftritt der einzigen band, die ich von denen hier sccon mal live gesehen habe: missouri. und ich bin da etwas unentschlossen, sie sind ja schon irgendwie nett, aber ihre musik ist so, so belanglos? ist das das richtige wort? musikalisch war nichts zu beanstanden, aber es kam einfach nichts rüber! die sprüche, die der sänger gemacht hat, waren nicht witzig, sondern fast schon nervig. es tut mir ja leid, aber irgendwie hatte ich die um einiges besser in erinnerung. und da war er! der moment! der auftritt! der sänger! andrew bird! und ich in der ersten reihe, direkt vor ihm. woah, ich glaube, die riesigen herzen in meinen augen muss sogar der schlagzeuger gesehen haben. ich hing an andrews lippen, wie niemand sonst dort (es kannten ihn auch nicht viele). diese stimmung! dieser mann mit der geige. oh je, das ließ sich alles fast gar nicht mehr toppen. und ich bin ja eigentlich gar nicht so pathetisch aufgelegt, aber als er von der bühne gegangen war, war mein erster gedanke: „wenn ich jetzt sterbe, kann ich von mir behaupten im leben nichts verpasst zu haben- ich habe andrew bird live gesehen“ nein wirklich, es war so wahnsinnig großartig, das lässt sich einfach nicht in worte fassen. aber ich hatte tränen in den augen, nur weil der moment so schön war! und ich habe seine setlist! die er mit den füßen berührt hat :fangirl: die bekommt einen ehrenplatz in meinem zimmer. ![]() Alle Arten Von Kopfbedeckungen aber halt, warum war er denn nicht der headliner bzw der letzte auftritt des Samstag abends? eine junge deutsche band, ohne plattenvertrag? und die dürfen nach dem gott spielen? get well soon, ein septett aus deutschland. der glitterhousemann, der den text für das programm geschrieben hat, muss ein fan gewesen sein. so liest sich der text wie folgt: „die vielleicht besten deutschen newcomer seit menschengedenken. als septett unterwegs, die die welt zu einem besseren, ach was, zum idealen ort macht. ein eingelöstes glückversprechen. wie aus bronze gegossen im einen moment, wie aus seide gesponnen im nächsten. wahrhaftige musik. und wenn ich morgen ertrinken sollte oder erschossen würde: ich habe get well soon hören dürfen. danke dafür“ sehr pathetisch, ja. aber was soll ich sagen? er hat ja recht! die sind erstklassig und ich bin mir sicher, dass aus denen mal etwas großes wird (auch wenn ich zuerst abgeschreckt war, weil der sänger aussieht, wie eine mischung aus tocotronic und tokio hotel und der trompeter aussieht wie tom schilling in crazy). live waren sie auf jedenfall ein erlebnis. mir fehlen vergleiche, teilweise würde ich sie mit arcade fire vergleichen, aber noch melancholisch/leidender. ihr livehighlight war „'IF THIS HAT IS MISSING I HAVE GONE HUNTING'“. der nächste morgen fing mit einem weiteren großartigen künstler an. michael j. sheehy, dunkler folkpop at its best. was wurde es groß angekündigt, die frontmänner der walkabouts, true spirit und codeine tun sich für dieses festival zusammen. dirt music soll im alkohol entstanden sein, diese idee. und ich muss sagen, dass hört man auch. das war eine schnapsidee. ziemlich unausgegoren. das hat mir leider überhaupt nicht gefallen, deshalb habe ich nicht alles gesehen. ![]() Boy Omega (SWE) während der umbaupause fing es dann tierisch an zu regnen, aber passend zum thema „alles wird gut“ hörte der regen auch genau dann auf, als sport angekündigt wurden. eine nette gruppe. leider wurden sie als erste band hier, die richtig rockt, angekündigt. und tut mir leid, dass fand ich nicht. ich meine, sie waren gut, aber so sehr, wie sie zu der musik gerockt haben, war schon sehr übertrieben. da hätten sie glatt den bassist von lampshade noch mal auf die bühne holen können. aber auch hier habe ich die setliste bekommen, sogar vom sänger persönlich überreicht. „jetzt noch dieser schwede und dann kommen meine drei highlights“ meinte rose aus stuttgart zu mir, mit der ich mich eigentlich die ganze zeit sehr gut unterhalten und verstanden habe. „mein highlight ist dieser schwede“ gab ich entsetzt zurück. boy omega, ein unorganisierter haufen schwedischen charms. es find eigentlich damit an, dass das keyboard kaputt war. ok, ersatzkeyboard besorgt. geht auch nicht? hm, dann muss der keyboarder halt auch gitarre spielen. eine setlist gab es diesmal nicht für mich, was aber daran lag, dass es keine gab. sie haben sich nach jedem lied erstmal länger darüber unterhalten, welches lied sie denn jetzt noch spielen könnten. und als endlich ein weiteres instrument erfolgreich getestet wurde, konnte der keyboarder endlich richtig loslegen. wenn er wusste, wie die lieder gingen. sänger: „wir spielen jetzt einen song, der heißt …“- keyboarder: „psst, wie fängt der an?“- „c-irgendwas *summt die melodie*“- „aha, ok. danke“ und dann musste er doch die ganze zeit auf die gitarre des sängers schauen, um zu wissen, was er spielen muss. aber so chaotisch, wie das jetzt hier scheinen lässt, klang es gar nicht. es war hinreissend. ich hatte teilweise tränen in den augen, so schön waren die lieder. oh, ich hoffe sein bruder (vom sänger) wird am 8. genauso großartig! den nächsten act ben weaver habe ich verpasst. habe nur kurz reingehört und dann lieber etwas pause gemacht und mich ins auto gesetzt, konnte von da aber auch noch viel hören. aber zu cracker war ich dann wieder anwesend. toll! hat mir gut gefallen. hätte für meinen geschmack etwas schmissiger sein können, aber alles in allem war es super. ich wusste gar nicht, dass mir „trockener roots-rock“ gefällt. ![]() OBS Gemütlichkeit oh, ich war an dem tag fertig. ich musste eine heuschnupfentablette nehmen, weil ich den tag vorher nicht aufhören konnte zu niesen (und in der ersten reihe ohne absperrung zur bühne, nervt das schon alle), dadurch war ich dementsprechend kaputt. ich konnte kaum noch grade stehen, mir taten die füße weh, mir war kalt, es war eng, ich hatte durst, der typ, der sich vor mich gedrängt hat, war ungefähr so groß wie mp, und eigentlich wollte ich nur noch ins bett. und dann kam woven hand auf die bühne und ich war nur noch für musik da. so krass hatte ich das ja noch nie (außer vllt bei andrew bird), mein gott, ich musste mehrfach „aufwachen“, um zu merken, dass ich meinen mund aufhatte. so was grandioses hatte ich ja noch nie gesehen. so ein intensives musikerlebnis. woah. das muss man einfach erlebt haben. secrets hat mir davon erzählt, rose hat ihn schon mehrfach live gesehen und mit davon erzählt, der typ neben mir hatte schon das ganze wochenende feuchte augen, weil er wusste, dass er wieder woven hand sehen konnte. und trotzdem hätte ich mir nie erträumen lassen, wie durchdringend diese musik sein kann. ich traue mich gar nicht, mir ein album zu kaufen, weil ich angst habe, dass das bei einer studioaufnahme nicht so gut rüberkommt. das war ein grandioser abschluss eines besonderen wochenendes. und noch eine positive sache möchte ich ansprechen: die organisation lief ausgezeichnet! es gab keine versorgungspannen, der ablauf im programm war reibungslos, die klos sauber, die leute immer hilfsbereich und freundlich. ja, das war toll und ich kann es kaum erwarten nächstes jahr wieder dabei zu sein. ![]() Bis nächstesJahr
beitrag von ellen |
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