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Nachgetreten:Adam Green@Ringlokschuppen 11.09.2007
Geschrieben von Bernd   
Mittwoch, 12. September 2007

the green dude

Adam Green Solo auf der grossen Bühne im Rilo? Kann er sie ausfüllen?

Alles ersteinmal sehr ungewohnt.
Der grosse Saal ist komplett bestuhlt.

Die vorderen Reihen sind früh mit überwiegend weiblichem jungem Publikum besetzt, weiter hinten hebt sich der Altersschnitt, insgesamt kommen ca. 800 Leute, um dem New Yorker Weirdo-Hipster und Indie-Star zu huldigen.

Den Abend eröffnen The Pierces, ebenfalls aus New York, jedoch mit Wurzeln im eher ländlichen Alabama. Schön, Provinzler, die in die grosse Weltstadt ziehen. Kennen wir Bielefelder das nicht irgendwoher?  

2-3 Songs braucht das hiesige Publikum, um sich wenigstens ein kleines bisschen auf den Sound der beiden Pierce Schwestern einzulassen. Die Akkustik Gitarre schrillte anfangs ein wenig arg, ist das jetzt Anti-Folk? In den nichtolympischen Disziplinen Harmonie-Gesang und unwirklicher Farmerstöchter-Schönheit liegen die Beiden jedenfalls gleichauf.  

Seltsam, wieso muss ich bei der Blonden immer an Xanadu denken?
Müssen die blonden Locken und das hellblaue Kleid sein.  Der Hauch des Unwirklichen verschwindet erst mit dem letzten Song. Ein Tribut-Song an Adam Green.

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Alabama Mädels

Umbaupause. Green betritt die Bühne. Allein.
Nimmt Platz auf einem Barhocker. Die Bühne ist spartanisch beleuchtet.
Die Gitarre locker umgehängt legt er los.
Die grosse dunkle Bühne verschwindet im Hintergrund vollkommen, der Blick der Afficionados ist allein auf den jungen Mann im Jacket gerichtet.

Sehr gut aufgelegt ist er, spasst mit dem Publikum, Nirvana's Come As You Are wird für eine kleine Gitarrenunterrichtsstunde vorgeführt. "Es sind nur 2 Griffe!".
   
Seine Texte, teils verschroben, mit einem Nicht-Jedermanns-Humor versehene Mädchen-Geschichten, kommen in der Solo Performance prägnant heraus, Lacher aus dem Pulikum garnieren die besten Stellen. Häufig muss er selbst lachen.

Er kommt einfach nicht dazu, seine Flasche Becks zu leeren.

Die Songs vom Hitalbum "Friends Of Mine" machen einen Grossteil des Sets aus, insbesondere im ausgiebigen Zugabenteil. Interessant, vom aktuellen "Jacket Full Of Danger" gibt es eher wenig zu hören.

"Requests" werden gern aufgenommen. Junge Pärchen fangen an zu knutschen, es wird teilweise sogar ein wenig getanzt.

Mehr geht nicht, wenn der Saal bestuhlt ist.

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no heads, just a cowboy dude
 

Vorbericht

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